• Die Sache mit den Grenzen

    Ich finde, wir reden viel zu wenig darüber, wie doof Grenzen setzen eigentlich ist. Nicht darüber, wie wichtig, mutig oder gesund es ist. Das wissen wir inzwischen. Dafür gibt es schließlich genügend hübsche Sprüche im Internet. Protect your peace. Know your worth. Choose yourself. Sehr schön. Können wir trotzdem einmal ergänzen, dass es meistens einfach richtig beschissen ist? Weil ich…

  • Mit freundlichen Grüßen, meine Grenzen.

    Eine kleine Herbstinventur bei Vollmond. Gestern hat mir der Erntemond eine Erkenntnis direkt in die Magengrube befördert. Ungefragt, versteht sich. Und heute sitze ich mit meinem Morgenkaffee hier und frage mich: Werde ich eigentlich weniger geliebt, je mehr man mich kennenlernt? Manchmal habe ich das Gefühl, Menschen mögen vor allem die Version von mir, die sie zuerst kennenlernen. Die unkomplizierte.…

  • Blätterfall & fremdes Gepäck

    Der Herbst ist da. Endlich. Meine liebste Jahreszeit wirft sich wieder in ihr schönstes Gold, und ich beschäftige mich, passend zur Saison, mit der hohen Kunst des Loslassens. Wieder einmal. Offenbar ein Fortbildungskurs mit unbegrenzter Teilnehmerdauer. Wenn ich jemanden mag, dann richtig. Ich bin großzügig mit meiner Zeit, meiner Zuneigung und gelegentlich auch mit dem letzten Rest meiner Vernunft. Ich…

  • Schwerkraft und andere Frechheiten

    Manchmal ist das, was ich fühle, zu schwer, um es hinunterzuschlucken, und zu zerbrechlich, um es laut auszusprechen. Manchmal halte ich fest. Nicht, weil ich unbedingt bleiben möchte, sondern weil sich Gehen gerade noch einsamer anfühlt. Und dann stehe ich da. Mitten im Dazwischen. Mit einem Herzen, das langsam auch mal Urlaub gebrauchen könnte. Über Heilung wird gerne gesprochen, als…

  • Sonntagsgeister und Brandwunden

    Heute denke ich mal wieder über meinen Vater nach. Nicht geplant. Solche Gedanken halten sich bekanntlich eher selten an Öffnungszeiten. Manchmal stelle ich mir vor, ich könnte ihm alles zurückgeben. Die Angst.Die Wut.Dieses viel zu frühe Wissen darüber, wie sich ein Zuhause anfühlt, in dem man ständig ein bisschen auf der Hut ist. In meinem Kopf richte ich all das…

  • Die Sache mit den großen Gefühlen

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie oft ich Menschen erzähle, dass ich viel fühle – und wie überrascht sie später trotzdem davon sind. Nicht im Sinne von „ich bin ein bisschen sensibel“. Mehr im Sinne von: Ich betrete einen Raum und merke meistens ziemlich schnell, wenn irgendwo etwas in der Luft hängt. Ich höre Dinge zwischen Sätzen. Sehe, wenn…

  • Vielleicht muss ich gar nicht ankommen

    Ich stecke gerade im sogenannten Writer’s Block. Wobei „Block“ ein ziemlich optimistisches Wort dafür ist, dass in meinem Kopf ungefähr 37 Gedanken gleichzeitig Möbel verrücken. Leer ist es hier jedenfalls nicht. Ich möchte schreiben. Dinge anfangen. Ideen umsetzen. Projekte aus irgendwelchen staubigen Gehirnschubladen holen, ihnen kurz den Staub von den Schultern klopfen und endlich herausfinden, was eigentlich aus ihnen werden…

  • Die einsame Wanderin, die gar nicht einsam ist

    Heute ist der letzte Tag im August und mir ist in letzter Zeit wieder öfter aufgefallen, dass die Art, wie ich bin, Menschen anscheinend verwirrt. Mein Charakter, meine Hobbys, meine Vorstellung von einem perfekten freien Tag, meine Art Nähe zuzulassen und gleichzeitig wahnsinnig gerne allein zu sein. Wenn man versucht, mich in ein paar einfache Sätze zu packen, wird daraus…

  • Zurzeit fühlt sich ehrlich gesagt jeder Tag ziemlich schwer an.

    Ich weiß. Nicht gerade die poetischste Art, nach einer Sommerpause wieder aufzutauchen. Kein „Hallo, da bin ich wieder, erholt und voller neuer Ideen“.Kein dramatischer Sonnenuntergang.Nicht einmal metaphorischer Rückenwind. Aber das war heute das Erste, was aus mir rauswollte. Also bekommt es seinen Platz. Was waren das bitte für Wochen. Unerwartete Plottwists, Rückschläge, unfreiwillige Neuorientierungen und ein paar Entwicklungen, bei denen…

  • Heute ist wieder schwer.

    Gestern eigentlich auch schon, aber da habe ich noch gehofft, es wäre einfach nur ein schlechter Tag. Letzte Woche dachte ich sogar, das Schlimmste wäre erstmal vorbei. Sehr optimistisch von mir. Heute hat sich mein Kopf wieder in diesen grauen Nebel eingerollt, in dem selbst kleine Dinge plötzlich aussehen wie Tagesprojekte. Aufstehen. Duschen. Essen machen. Mich nicht wieder hinlegen. Und…